| Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde "Zum Heiligen Kreuz" in Arpke |
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| Besuch bei den Partnern in Südafrika |
| Nicht Fremde, sondern Freunde... |
Vom 28. März bis zum 17. April zu Gast bei unseren Partnergemeinden in Südafrika.

Man sieht auf dem Bild, wie gut gelaunt die Jugendlichen sind. Kurze Zeit genügte, um aus Fremden Freunde werden zu lassen. Gemeinsames Singen, Spielen, Erzählen, Tanzen, Zuhören, Diskutieren haben sie schnell einander näher gebracht.
Eine Delegation aus Jugendlichen des Ev.-luth. Kirchenkreises Burgdorf besuchte Ende März bis Mitte April drei Wochen lang unsere Partnergemeinden in
Südafrika, und zwar in Johannesburg und westlich davon. Große Gegensätze prägen den Kirchenkreis dort: Die Millionenstadt Johannesburg und die Townships (die Siedlungen der Schwarzen) "auf dem
Lande", der relative Reichtum der Weißen und die zum Teil bittere Armut der Schwarzen, die festen Häuser und die Blech- oder Papphütten, Arbeit für die meisten Weißen und 50% Arbeitslosigkeit unter den Schwarzen. Es ist der durch die langen Jahre der Apartheid erzwungene Gegensatz. Die Folgen dieser fehlgeleiteten Politik sind dort überall zu spüren.
Trotzdem: Was wir (aus Arpke: Frauke Dodenhof, Sebastian Niemann, Bernd Prigge, Frank Niemann) in den Gemeinden dort erlebt haben, war zum Teil überwältigend. So herzlich und gastfreundlich wurden wir aufgenommen in Gemeinden und Häusern, so offen waren die Gespräche, soviel Hoffnung haben wir gespürt trotz der Situation der schwarzen Bevölkerung, so vom Glauben getragen war die Gemeinschaft.
Als weiße Christinnen und Christen haben wir dort mit und unter schwarzen Freundinnen und Freunden in den Gemeinden gelebt. Einer der Jugendlichen zitierte bei einer Begrüßung den Apostel Paulus: "Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus." Bei allen Unterschieden haben wir erfahren, wie sehr wir zusammengehören als Geschwister in einer ungeteilten Welt.
Zurückgekehrt frage ich mich: Wie kann es sein, daß in unserem Land, in dem es uns soviel besser geht, die Fremdenfeindlichkeit solche Auswüchse zeigt? Christlich ist das nicht. Ich denke, wir können von unseren schwarzen Geschwistern in Südafrika sehr viel lernen.
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